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Rote Früchtchen in bester Gesellschaft

Es ist Erdbeeren- Zeit. Viele richten sie einfach mit Zucker oder Sahne an. Dabei geht es auch wesentlich raffinierter . ■ Und obenauf noch ein wenig Gebäck: das Erdbeer-Vanille Semifreddo.  Was ist die ultimative Sommer- frucht? Saftige mallorquinische Erdbeeren. Und das Beste: jetzt haben sie wieder Saison. Ihr herr- lich süß-säuerliches Aroma gibt zahlreichen Gerichten wie Käse- kuchen, Cremes oder Eis den ganz besonderen Sommerfrische- Geschmack. Erdbeeren machen buchstäblich Appetit auf mehr ... Laut einer Studie sollen Erd- beeren wegen des hohen Zinkge- halts ihrer Kerne auch die Libido und die sexuelle Leistungskraft steigern. Erdbeeren sind quasi das natürliche Viagra. Bereits im Mittelalter waren die Beeren als Aphrodisiakum bekannt, damals servierte man frisch verheirateten Paaren eine Suppe aus Erdbee- ren, Gurkenkraut und Sauerrahm.

Sauer macht würzig

Essig sorgt für den ganz besonderen Aroma-Kick im Essen.  Gehen Sie ruhig mal mutig und kreativ damit um!   ■ Die deutlich aufgepeppte Variante einer Fischfrikadelle. Ist es Ihnen auch schon mal so ergangen? In einem Lebensmittel- laden haben Sie eine sehr interes- sante Zutat entdeckt, die Sie dann aber doch nicht kaufen, weil Sie unsicher sind, wie sie richtig ver- arbeitet wird ... Für uns Berufsköche sind die meisten Zutaten selbstverständlich, weil wir ja täglich damit in Kontakt sind. Manchmal erschlägt einen aber fast die Riesenauswahl und dann fehlt der Mut, etwas Neues auszuprobieren. Bestes Beispiel: aromatisierte Essige. Es gibt eine schier unend- liche Anzahl ungewöhnlicher, ge- schmackvoller Essig-Kompositi- onen. Sie alle sind schön verpackt und ein tolles Geschenk – aber ich bin sicher, dass viele dieser Fläschchen ein tristes Dasein in der hintersten Ecke eines Küchen- schrankes fristen. Dabei können sie herrlich einfach Salate, Mari- ...

Lebens Mezze – die Tapas aus dem Orient

G o Middle East: Einmal über den Tellerrand schauen, dazu fordert Sie unser Meisterkoch auf in dieser Folge unserer „Sterne-Rezepte aus der Fosh-Küche Die arabische Küche hat mich schon immer fasziniert. Ich liebe diese besonders aromatischen, ja fast berauschenden Gewürz- mischungen und Geschmacks- kombinationen. Als Claudia Roden 1972 ihr Kochbuch „The Book of Middle Eastern Food“ veröffentlichte, kannte in un- seren Breiten kaum jemand die Küche der Türkei, Marok- kos oder Ägyptens – und deren Nachbarländer waren für uns ein noch größeres kulinarisches Mysterium. Dieses bahnbrechende Koch- buch zelebriert förmlich die ara- bische Kochkunst in all ihrer Opulenz und ihrem Facettenreich- tum. Darin findet man verfeinerte Tajines (Eintöpfe), deftige Mezze (Vorspeisen, Häppchen), würzige Fleischgerichte und natürlich all diese wundervollen zuckersüßen Nachspeisen. Claudia Roden sagt: „Jedes Rezept erzählt eine Geschichte“, und ich genieße es immer wieder, durc...

Kleine Häppchen, gekonnt gemacht

Finger-Food: Wer mit allen Sinnen genießen will, darf Speisen auch mal anfassen. Und Spaß macht solches Essen allema Vor ein paar Jahren war ich Gast auf einer spanischen Hochzeit. Uns wurde ein schön deko- rierter Teller serviert. Darauf: wunderbarer Serrano-Schinken, Kroketten, Calamares, frisch gekochte Riesengarnelen und in einer kleinen Schüssel herrli- che Muscheln. Ich staunte nicht schlecht, als ich bemerkte, dass alle mit den Fingern aßen. Sehr geübt befreiten sie blitzschnell die Garnelen von ihrem Panzer, um sie genüsslich in den Knob- lauch-Dip zu tunken, schälten die Muscheln und wickelten den Schinken um ein Stück Brot ...

Mehr als ein Modetrend

Vom teuersten Gut der Welt degradiert zur Selbstverständlichkeit und heute wieder aufgewertet durch extravagante Aromamischungen: Salz im Wandel Auf Mallorca ist das Angebot an fantastischen, manchmal auch etwas seltsam anmutenden Salz- Kreationen überwältigend. Sei dies nun grau, pink, weiß oder blau, aus Felsen, Wüsten, Minen, dem Watt oder schwer zugängli- chen Gebirgszügen des Himalaya gewonnen – Salz verändert sich und ist alles andere als gewöhn- lich. Design-Salze sind schick, extravagant und momentan sehr angesagt! Salz wurde jahrhundertelang zur Konservierung von Lebens- mitteln genutzt und gehörte da- mals zu den teuersten Gütern der Welt. Bis vor etwa 100 Jahren war Salz so kostbar, dass es sogar als Währung eingesetzt wurde und den Handel auf der ganzen Welt bestimmte.

Spaniens feurige Seele

Paprika wird in den meisten landestypischen Gerichten verwendet Sonnengereiftes, farbenprächtiges Gemüse hat einen großen Stellen- wert in der spanischen Mittelmeer- Küche. Auberginen, Tomaten, Ar- tischocken und Zucchini sind die perfekten Sommer-Zutaten, aber für mich ist das Gelb, Rot, Orange und Grün von frischer Paprika das Beste überhaupt.